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Industrie 4.0 - Digitalisierung - Nachhaltigkeit.

Der Wissens- und Technologietransfer am Standort Glauchau orientiert sich an den Grundsätzen „Industrie 4.0 - Digitalisierung - Nachhaltigkeit“. Auf dieser Basis stellt die Akademie ihren Praxispartnern aus der (sächsischen) Wirtschaft verschiedene Transferaktivitäten zur Verfügung. Unser duales Studienprinzip ermöglicht, dass nicht nur anwendungsorientierte Forschung betrieben wird, sondern zeitgleich die Studierenden die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis tragen und implementieren.

Transferaktivitäten:

Die strategische Positionierung von Lehre & Forschung lässt sich aus der Perspektive des Market-Based View heraus verfolgen. Die Anforderungen und Strukturen des Bildungs-, Forschungs- und Arbeitsmarktes determinieren hierbei die (Weiter-) Entwicklung unserer dualen Studienangebote und der Transferleistungen (F&E; Weiterbildung). Das ist gut so und soll auch weiterhin so bleiben. Die Perspektive des Resource-Based View richtet den Fokus zusätzlich auf die an der Akademie etablierten Kompetenzfelder, die eine Wettbewerbsdifferenzierung in der Hochschullandschaft versprechen.

Unser Grundprinzip dieser strategischen Positionierung von Lehre & Forschung: In Orientierung an den branchenspezifischen Wertschöpfungs- und Unterstützungsprozessen sowie den Herausforderungen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit vernetzen sich inhaltlich passfähige Studiengänge in einem Kompetenzfeld.Ziel ist es, die Leistungsdimension "Lehre" – etwa durch gemeinsame Module, Kolloquien, Fallstudien und/oder Exkursionen – weiterzuentwickeln und die Leistungsdimension "Wissens- und Technologietransfer“ durch gebündelte Transferaktivitäten voranzutreiben.

Das Positionspapier des Wissenschaftsrates zum Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen

Die konzeptionelle Grundlage

Ausgangspunkt des Positionspapiers stellt zum einen das Strategiedefizit an Hochschulen dar, Wissens- und Technologietransfer strukturiert und systematisch als wissenschaftliche Leistungsdimension zu betrachten und zu planen. Zum anderen konstatiert der Wissenschaftsrat ein Anerkennungsdefizit, wonach die Reputation im Wissenschaftssystem „nach wie vor in erster Linie über die in wissenschaftlichen Veröffentlichungen dokumentierten Forschungsleistungen und eingeworbene Drittmittel gewonnen wird“ (2016, S. 8). Das Positionspapier weist drei Handlungsfelder eines strukturierten Wissens- und Technologietransfers aus, in denen wissenschaftliche Akteure das Gespräch mit Partnern außerhalb der akademischen Welt suchen, um Wissenschaft zu kommunizieren, wissenschaftlich zu beraten und Wissenschaft anzuwenden.

Unsere strategischen Handlungsfelder in Forschung und Technologietransfer

Prof. Dr. habil. Daniela Nickel

Leiterin Wissens- und Technologietransfer

Standort Glauchau

Telefon 03763/173-131
E-Mail E-Mail schreiben
Raum 208

"Lehre und Forschung gehören für mich zusammen!"

Drei etablierte Kompetenzfelder im Wissens- und Technologietransfer:

Mobilität, Engineering & Management

Eine starke Industrie formt das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes Sachsen. Umsatzstärkste Branchen sind dabei die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Mikroelektronik. Neben diesen strukturbestimmenden Wirtschaftsbranchen wird der Standort zudem aber auch durch unternehmensnahe Dienstleistungsbereiche wie die Logistik geprägt.

In allen genannten Branchen konstituieren sich derzeit Innovationstreiber, um sich den Herausforderungen von Industrie 4.0 zu stellen.

Neue Herausforderungen ergeben sich durch ...

  • die Markteinführung alternativer Antriebstechnologien und
  • die stufenweise Entwicklung des autonomen und vernetzten Fahrens und dem dadurch veränderten Mobilitätsverhalten.
  • die zunehmende Digitalisierung komplexer Produktentstehungszyklen, vom Ausgangsmaterial bis hin zum finalen Bauteil sowie dem Recycling.
  • die Integration von additiven Fertigungsverfahren neben konventionellen Technologien im Prototypenbau, für Kleinst- und Kleinserien in der Medizintechnik bis hin zum Maschinenbau und der Automobilindustrie.
  • das veränderte Eigenschaftsportfolio der gefertigten Komponenten infolge neuer Materialien und Technologien.
  • sich wandelnde Wertschöpfungsketten infolge innovativer Produkte und der Implementierung digitaler Werkzeuge.
  • die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung logistischer Prozesse aller unternehmensinternen und -übergreifenden Güter- und Informationsflüsse.
  • die Etablierung neuer Geschäftsmodelle sowie Servicekonzepte auf Basis veränderter Mobilitätsansprüche.

Mobilität, Engineering & Management bündelt hierfür die Kompetenzen der beteiligten Studiengänge zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise im Zeitalter zunehmender Digitalisierung.

Bau & Energie

Die Bau- und Gebäudetechnikbranche bietet innovative Lösungen für den Aufbau und die Modernisierung unserer Gebäude- und Infrastruktur. Die arbeitsteiligen, komplexen und zunehmend digitalisierten Prozesse - angefangen bei ersten Entwurfsskizzen über die Ausführung, den Betrieb bis hin zum Rückbau - erfordern eine enge Vernetzung aller am Bau Beteiligten. Neben der hohen fachlichen Kompetenz gewinnt die professionelle Kommunikation und Koordination an den Schnittstellen der einzelnen Bereiche an Bedeutung. 

Herausforderungen ergeben sich durch…

  • neue Möglichkeiten der Planung und Ausführung, die insbesondere durch die Digitalisierung entstehen
  • den Klimawandel und die geänderten Anforderungen an Gebäude und an die Infrastruktur
  • die Forderung nach mehr Energieeffizienz, insbesondere als Beitrag zur Energiewende 
  • Nachhaltigkeitsforderungen, die zu ganzheitlichen Lebenszyklusbetrachtungen und zum „intelligenten“ Umgang mit Ressourcen führen sollten
  • geänderte Kundenanforderungen, beispielsweise für Wohngebäude durch geänderte Lebensstile und den demografischen Wandel
  • zunehmende Anforderungen an Verkehrswege durch sich ändernde Verkehrsmittel und -intensitäten  
  • die Forderung nach Finanzierbarkeit und Umsetzbarkeit von Gebäude- und Infrastrukturobjekten trotz gestiegener Rohstoffpreise
  • den gestiegenen Kosten- und Innovationsdruck in der Baubranche
  • den zunehmenden Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften

Die Studienangebote des Kompetenzfeldes „Bau & Energie“ setzen an diesen Herausforderungen an und qualifizieren Nachwuchskräfte für verschiedene technische und betriebswirtschaftliche Bereiche. Lehre und Praktika in modernsten Laboreinrichtungen an der Akademie, studiengangübergreifende Lehrveranstaltungen und Projekte, in deren Mittelpunkt u. a. die ganzheitliche, lebenszyklusorientierte Betrachtung von Bauwerken und technischen Anlagen (Building Information Modeling) stehen, prägen das Kompetenzfeld nachhaltig.

Im Kompetenzfeld „Bau und Energie“ wurde die erste Drittmitteldozentur der Akademie geschaffen. Diese wird langfristig und ausschließlich durch Unternehmen finanziert. Seit 2019 ist die Akademie zudem Kooperationspartner des „Bundeskompetenzzentrum für Kälte- und Klimatechnik“ (Reichenbach / V. ).

Digitale Transformation Mittelstand

Das Kompetenzfeld „Digitale Transformation Mittelstand“ orientiert sich an den aktuellen Herausforderungen einer modernen Unternehmensführung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die mit über 90 Prozent das Rückgrat der sächsischen Wirtschaft bilden. Als erfolgreicher Mittelständler benötigen sie sowohl im Produktions- als auch im Dienstleistungssektor Fach- und Führungskräfte, welche die Ganzheitlichkeit der Wertschöpfungsprozesse im Zuge ihres Handelns und Entscheidens ebenso im Blick behalten wie die Chancen der Digitalisierung. Studien des ZEW (2016)  verdeutlichen eindringlich, dass die Debatten zur „DigitalenTransformation“ nicht ausblenden dürfen, dass ein Drittel des Mittelstandes bereits Defizite auf grundlegenden Stufen der Digitalisierung (u.a. Website, ERP) zeigt.

Aktuelle Herausforderungen sind (ZEW, 2016):

  • vergleichsweise langsamer und investitionsarmer Ausbau der Digitalisierung (= „Strategie der kleinen Schritte")
  • keine Wertschöpfungsketten orientierten Digitalisierungsstrategie
  • Finanzierung über Cashflow und Leasing; Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme
  • mangelnde IT-Kompetenzen bei den Mitarbeitern
  • Bedenken in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit
  • zu hohe wahrgenommene Kosten
  • zu geringe Internetgeschwindigkeit.

Der Nutzen ambitionierter Digitalisierungsprojekte kann und muss den mittelständischen Unternehmen noch besser vermittelt werden. Hierin besteht eine zentrale Aufgabe unseres Wissens- und Technologietransfers. Das Lernen von Vorreiterunternehmen spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie konsequenter und nachhaltiger in IT-bezogene Kompetenzen, in Reorganisation und Prozessoptimierung sowie in Vernetzung investieren.  Das Ziel im Kompetenzfeld besteht darin, beim Mittelstand einen Perspektivwechsel  von IT als Kostenfaktor hin zu IT als Innovationsmotor zu bewirken sowie die Unternehmen in der Planung und Umsetzung digitaler Transformation zu unterstützen. Das SachsoMeter liefert hierfür mit wechselnden Schwerpunktthemen eine verlässliche und aussagekräftige Datenbasis - speziell für den Mittelstand in Sachsen.

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